Mira Lobe

Mira Lobe

Hilde Mirjam Rosenthal (* 17. September 1913 in Görlitz, Schlesien) wollte nach ihrer Schulzeit Germanistik und Kunstgeschichte studieren. Als Jüdin war ihr das jedoch untersagt. Nach Abschluss der Textil- und Modeschule in Berlin wanderte sie 1936 nach Palästina aus. Im Sommer 1940 heiratete sie den Schauspieler und Regisseur Friedrich Lobe. 1943, mit Tochter Claudia schwanger, begann sie zu schreiben.
1951 kam Mira Lobe mit ihrer Familie nach Wien. 1957 zog die Familien berufsbedingt nach Ostberlin. Das Heimweh nach Wien war jedoch größer. Nicht einmal ein Jahr später erfolgte die endgültige Niederlassung der Familie Lobe in Wien.
Mira Lobe schrieb fast 100 Kinder- und Jugendbücher. Sie sind geprägt von Wärme, Zuneigung, Ungeduld, Verständnis, Engagement und Toleranz. In ihren Büchern wirbt sie für Verständnis für Außenseiter und Geduld gegenüber den Schwachen mit der Stimmigkeit und Spannung in der Handlungsführung und in der Zeichnung der Dargestellten. Jedoch auch Sprachspiel und Humor kommen nicht zu kurz. Einige ihrer bekanntesten Bücher sind z.B. „Das kleine Ich bin Ich“, „Mein Apfelbaum“ oder „Morgen komme ich in die Schule“.
Mira-Lobe starb 1995 in Wien.


Namensfindung

Viele unserer Schülerinnen und Schüler nahmen Anstoß an dem Namen „Schule für Kranke“ welcher bis zum Sommer 2004 die Bezeichnung unserer Schule war. Besonders in der Tagesklinik fühlte sich unsere Schülerschaft nicht als „krank“ im eigentlichen Sinne. Auch das Kollegium war sich darüber einig, dass ein zum Profil der Schule passender Name gefunden werden sollte.
Viele Vorschläge wurden gemacht, diskutiert und wieder verworfen.
Nach drei Jahren Suche wurde der Name Mira-Lobe vorgeschlagen, da die Tagesklinik jedem Patienten zum Abschied das Buch „Das kleine Ich bin Ich“ von Mira-Lobe schenkt. In diesen Kinderbuch ist ein buntes Tier auf der Suche nach seiner Identität und entdeckt am Schluss seine Einzigartigkeit. Es gibt sich den Namen „Ich bin Ich“.
Die Identitätsfindung des bunten Tieres spiegelt die Situation der meisten unserer Schülerinnen und Schüler wieder, die mit Hilfe der Therapie ihre Identität suchen um so ihre Lebenssituation zu verbessern. Dieses Thema ist Ziel unserer Arbeit im Krankenhaus als auch in der Tagesklinik.
Da sich „Das kleine Ich bin Ich“ auch im Motto und im Leitbild der Tagesklinik wiederfindet, ist der Name Mira-Lobe-Schule eine harmonische Ergänzung, die sich in der guten Zusammenarbeit widerspiegelt.